Blattlausbefall an Rosen vorbeugen und bekämpfen

Große Rosenblattläuse überwintern auf ihren Wirtspflanzen und fangen im Frühjahr an, sich ungeschlechtlich zu vermehren. Bis zur Bildung der nächsten Generation dauert es nur knapp eine Woche und schon bald gibt es die ersten flugfähigen Blattläuse, die sich über benachbarte Rosen hermachen.

Die Große Rosenblattlaus

Von Blattläusen befallene Rosenknospe

Blattlausbefall an einer Rose
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Die Große Rosenblattlaus ist mit blossem Auge gut erkennbar. Sie ist drei bis vier Millimeter lang und ihr Körper ist rosa oder grün. Sie siedelt hauptsächlich auf Rosen, kann aber auch Obstbäume befallen. Blattläuse stechen mit ihrem Rüssel in die Rose und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft heraus. Den Großteil des Zuckers scheiden sie wieder aus, was einen klebrigen Belag auf den Rosen hinterlässt. Dieser Honigtau ist ein zuverlässiges Anzeichen, dass der Blattlausbefall auf den Rosen ziemlich weit fortgeschritten ist. Doch der Honigtau hat noch eine weitere fatale Wirkung. Sein Geruch zieht Ameisen an, die im wahrsten Sinne des Wortes die Blattläuse melken und sie vor Marienkäfern, einem der Hauptfressfeinde, schützen. Im nächsten Schritt siedeln sich schwarze, filzige Schimmelpilze auf den Rosen an. Ist die Population mit einem Virus befallen, tragen ihn die flugfähigen Blattläuse auf andere Pflanzen, bevorzugt Obstbäume und Stauden, im Garten weiter.

Vorbeugung von Blattlausbefall

Wer Blattläusen an Rosen vorbeugen will, sollte im Garten auf eine gesunde Mischkultur setzen. Es empfiehlt sich, die Rosen mit unterschiedlichen Stauden zu kombinieren. Eine Überdüngung mit Stickstoff ist zu vermeiden, denn der schafft ein Klima, in dem sich die Blattläuse erst recht wohlfühlen. Ein Insektenhotel im Garten kann helfen, Abhilfe bei der Blattlausplage zu schaffen. Hier finden Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen, Schwebfliegen und weitere Nützlinge ein Zuhause. Oft erledigt sich die Blattlausplage im späten Frühling schon von selbst, denn das gute Nahrungsangebot scheint sich auch bei Insekten herumzusprechen.

Natürliche Mittel bei Blattlausbefall an Rosen

Insektizide gegen Blattläuse an Rosen

Anwendung von Insektiziden gegen Blattlausbefall an Rosen
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Mit wenig Aufwand lässt sich eine preiswerte und komplett ungiftige Mischung herstellen, die den ungebetenen Gästen den Garaus macht. Auf 4,5 Liter Wasser wird ein halber Liter Essig Essenz oder ein anderer Haushaltsessig gegeben und mit ein paar Tropfen Spülmittel vermischt. Damit werden die Rosen gut eingesprüht, die Blattunterseiten sollten nicht vergessen werden. Das Sprühen kann alle zwei Tage wiederholt werden, bis die Blattläuse verschwunden sind. Haben die Rosen Jungtriebe, sollte die Verdünnung schwächer ausfallen. Auch eine Mischung von Wasser und Kernseife oder Schmierseife hat sich gegen Blattläuse bewährt. Auf ein Liter Wasser kommen 30 Gramm geraspelte Kernseife. Eilige können im Handel Blattlausfrei Neudosan von Neudorff erwerben, ein Sprühmittel auf der Basis von Schmierseife. Auch homöopathische Behandlung von Rosen wird immer wieder im Kontext von Blattlausbefall erwähnt. Zur Stärkung werden Aconitum, Belladonna und Calendula in der Potenz C 200 jeweils im Abstand von einer Woche ins Gießwasser gegeben.

Das Rosenpflaster

Rosenpflaster werden wie ein Pflaster um den Trieb geklebt. Das Pflaster gibt den Wirkstoff Dimethoat ab, was für die Rose ungefährlich ist, aber die Blattläuse spätestens nach 48 Stunden getötet hat. Da das Pflaster nur auf die Rose einwirkt, gehen für benachbarte Pflanzen und Nützlinge keine Gefahren aus.

Tipps gegen Blattläuse bei Topfrosen

Selbst vor Rosen im Topf machen Blattläuse nicht Halt. Hier haben sich als recht unkompliziertes Mittel Pflanzenschutzstäbchen erwiesen. Diese werden einfach in die Blumenerde gesteckt, von wo aus sie über einen gewissen Zeitraum ihre Wirkstoffe abgeben. Wenn die Blattläuse anfangen, ihr Zerstörungswerk zu verrichten, werden sie durch den präparierten Pflanzensaft vergiftet. Ersatzweise kann auch ein Granulat verwendet werden, das wie Dünger in die Erde eingearbeitet wird.